Symposium "Die Aktualität der Österreichischen Schule - Wirtschaft, Ethik, Politik!"
Martin Rhonheimer
101.52
9 July 2019
11 November 2025
Die Thesenpapiere des Panels zum Thema: „Die Aktualität der Österreichischen Schule – Wirtschaft, Ethik, Politik“, geleitet von Dr. Peter Fischer (NZZ), finden Sie hier:
https://hayek.de/veranstaltungen/hayek-tage-2019/
Prof. Dr. Gunther Schnabl
Prof. Dr. Joachim Starbatty
Prof. Dr. Thorsten Polleit
Prof. Dr. Martin Rhonheimer
In der die Hayek-Tage abschließenden großen Diskussionsrunde – mit den Professoren Thorsten Polleit (Frankfurt), Martin Rhonheimer (Wien), Gunther Schnabl (Leipzig), Joachim Starbatty (Tübingen) unter Leitung des Schweizer NZZ-Journalisten Peter Fischer – gab es teils düstere Prognosen zu den momentanen (wirtschaftlichen) Entwicklungen in Europa (sinkende Wachstumsraten, Ende der Boomphase, sinkender Wohlstand). Vieler Orten gebe es großen Unmut gegen „das System“, obwohl die Menschen eigentlich mit den bisherigen Entwicklungen zufrieden sein müssten. Und statt mehr Eigenverantwortung zu übernehmen, fordern viele ein stärkeres Handeln des Staates.
Die großen Freiheiten innerhalb der EU würden vielfach überlagert von unterschiedlichsten Einschränkungen. Eine gemeinsame Handelspolitik sei teils nicht zu erkennen, dabei bräuchte Europa vor allem freie Märkte. Anders als es etwa Karl Habsburg aufgezeigt hatte, sollte es tatsächlich ein „Europa ohne Grenzen“ geben aber keinen EU-Block, der dann erst wieder einen europäischen Protektionismus betreibe. Zudem habe Europa das Problem, dass die vielen Mitgliedsländer zu unterschiedlich seien, um in einer noch stärker zentralisierten EU in vielen Bereichen auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Problemlösungen müssten daher noch viel stärker auf kleineren Ebenen, den Regionen, gefunden und entschieden werden.
Einig war sich die Runde dabei, dass die „Österreichische Schule der Ökonomie“ auch im 21. Jahrhundert eine Fülle an Lösungen zu bieten habe. Man beobachte eine zusehends große Nachfrage nach dieser Lehre. Auch die diesjährigen Hayek-Tage, organisiert von der deutschen Hayek Gesellschaft und dem österreichischen Hayek Institut, zeigte dies erneut auf
